Solaranlagen

Bislang wurden Solaranlagen hauptsächlich auf den Dächern privater Eigenheime errichtet. Die Ausweitung des Marktes für Solaranlagen soll auch die Wohnungsbaugesllschaften mit einschliessen. Um die bestehenden Vorbehalte abzubauen, hat sich die Solar- und Immobilienwirtschaft auf ein Gütesiegel geeinigt. In Berlin wurde das erste Mietshaus mit einem solchen Gütesiegel ausgezeichnet. Die Solaranlage versorgt fünfzig Wohnungen mit warmen Wasser. Beim Gütesiegel geht es auch um Leistungsdaten. Das Gütesiegel garantiert den Investoren, dass die Solaranlagen den Mindest-Wärmeertrag erbringen, den die Hersteller und Ingenieurbüros zugesagt haben. Diese vertrauensbildende Massnahme soll potenzielle Investoren von der Effizienz der energetischen Umstellung auf Sonnenenergie überzeugen. Solarenergie wird zur berechenbaren Kalkulationsgrundlage und somit für Wohnungsbaugesellschaften, Wohnungsgenossenschaften und Gemeinschaften von Eigentümern eine überlegenswerte Alternative. Die Solaranlagen haben inzwischen einen technischen Reifegrad entwickelt, der die Anpassung an ein mehrgeschossiges Gebäude mit kalkulierbarem Mehraufwand ermöglicht. Diese Entscheidung wird noch durch die wellenförmig auftretende Verteuerung von Öl und Gas begünstigt. Die Wirtschaftlichkeit der Solarwärme verbessert sich laufend. Ziel ist es, mit der Nutzung von Solarenergie Betriebskosten zu senken. Sollte der zugesicherte Ertrag mit der Solaranlage nicht erreicht werden, dann steht der Vertragspartner in der Pflicht, die Anlage nachbessern oder eine Ausgleichszahlung an den Investor leisten. Es muss beachtet werden, dass Bedingungen in Einfamilienhäusern andere sind als in Mehrfamilienhäusern. Eine Solaranlage trägt zur Deckung des jährlichen Bedarfes an Warmwasser ca. 60 Prozent bei, in Mehrfamilienhäusern 20-50 Prozent. Mit fortschreitender technischer Entwicklung werden auch die großen solarthermischen Anlagen immer wirtschaftlicher. Kein Wunder also, dass auch private Krankenversicherungen die Solar Technik für sich entdeckt haben.

Solaranlagen sorgen für einen Entwicklungsschub durch Solarenergie

Die Bedeutung der Solarenergie für die Bauwirtschaft hat einen wachsende Einfluss auf die Bauwirtschaft und deren Innovationskraft. Jährlich werden jeweils ca. 200.000 neue Anlagen zur Stromerzeugung und solarthermische Anlagen installiert. Der Verband der Bauwirtschaft prognostiziert für das Jahr 2020 einen Anstieg des Solarstromes auf das nahezu Zehnfache. Dies hat zur Konsequenz, dass Häuser, die mit erneuerbaren Energien beheizt werden, an energetischer Unabhängigkeit gewinnen. Sie sind nicht mehr in dem Maße abhängig von, den in Versorgung und Preisniveau unsicheren, importierten Energien. Nicht nur der Neubau von Eigenheimen, Mehrfamilienhäuser und Gebäudekomplexen soll von den Vorteilen des solaren Bauens profitieren. Auch eine energieeffiziente Bausanierung wird gefördert. Von diesem Zuwachs profitieren auch zahlreiche angegliederte Dienstleister wie zum Beispiel Dachdecker, Elektriker. Architekten können das solare Bauen zu einem neuen Geschäftszweig ausbauen.

Solaranlagen gewinnen beim Bau in Europa immer mehr an Bedeutung

Dass Solarenergie nicht nur in Deutschland ein Thema ist, zeigten die Europäischen Solartage („European Solar Days“) im Mai 2008. Zeitgleich fanden in mehreren europäischen Städten Vorträge und Ausstellungen zum Thema Photovoltaik- und Solarthermieanlagen statt. In Frankreich, Österreich, Spanien, Deutschland, Slowien und weiteren europäischen Ländern war das Interesse an der Nutzung der regenerativen Energie sehr groß. Die Ausstellung vermittelte einen Eindruck davon, wie vielgestaltig Solaranlagen an Häusern unterschiedlicher Ausrichtung eingesetzt werden können. In einem spanischen Wissenschaftspark war die Photovoltaik-Anlage direkt in das Dach integriert. Bei dänischen Sommerhäusern befand sich die Solarthermieanlage in der Fassade. Wieviele Gewerbeparks könnten Solarenergie nutzen. Für Ferienhäuser in landschaftlich herrlichen, aber etwas unwegsamen Gebieten mit geringer Infrastruktur könnte die Solarenergie eine hervorragende Alternative sein. Laut Greenpeace wird der Solarstrom bereits innerhalb der kommenden sieben Jahre in Südeuropa die Wettbewerbsfähigkeit erreicht haben. Dieser Aussage liegt eine Studie zugrunde, die Greenpeace und der Europäische Verband der Photovoltaik Industrie (EPIA) in Jahr 2007 auf der größten Konferenz zum Thema Solarstrom in Mailand vorgestellt hatten. Aber nicht nur die Bauwirtschaft profitiert von der Solarenergie, sondern weitere Branchen, gewerbliche und private Bauherren sowie die öffentlichen Institutionen. Die Solarenergie wird langfristig zur wichtigsten Energiequelle werden, zum günstigen Strom der kommenden Jahre. Mit Photovoltaik-Anlagen kann der Kohlendioxid (CO2) Ausstoß um Milliarden Tonnen eingespart werden. Ausserdem können mit Solarenergie Landstriche mit Strom versorgt werden, die bislang gar keinen Zugang zum Stromnetz haben. Auch die globale Bedeutung der Solarenergie wächst.